Ärger in der BOINC Gemeinschaft

In einigen Fora der BOINC Gemeinschaft herrscht helle Aufregung!
Das Projekt Predictor@Home wird nichts gegen den User “Wate” unternehmen und unterstützt ihn und seinesgleichen damit!
Wate hatte vor einiger Zeit einen Trojaner konstruiert in dem er BOINC in ein Winddows Update einbaute und es in einen öffentlichen Download stellte. So rechneten 1000e Leute für seinen Account ohne überhaupt zu wissen das BOINC auf ihrem Computer installiert ist.
Das hat dem Ansehen von BOINC sehr geschadet, es wurde sogar in den Heise News darüber berichtet.
Die Projekte haben Wates Benutzerzugang gelöscht / gesperrt / unbrauchbar gemacht obwohl das sehr viel Arbeit war und die ganze Statistik durcheinander gebracht hat.
Predictor@Home schwenkt jetzt plötzlich aus und macht genau das Gegenteil!
Man lässt Wate gewähren, tastet seinen Zugang nicht an und sperrt/löscht alle Treads/Beiträge im Projektforum die das Thema ansprechen.
Jetzt wird sogar Benutzern der Zugriff aufs Forum verwehrt (es werden gleich Blockweise IP Nummern gesperrt, auch von Unbeteiligten!) und “hartes Geschütz” aufgefahren weil sich die Teilnehmer natürlich darüber aufregen.
Ich finde keine Worte dafür wie man so ein Verhalten der Verantwortlichen bezeichnen könnte, und bin einfach nur traurig.
Das Berkeley sich aus allem raushält und den Projekten in allen Dingen freie Handlungsfreiheit gewährt mag ja Sinn machen (…und jede Menge Arbeit und Ärger ersparen?) wenn aber der Ruf der ganzen BOINC Gemeinschaft auf dem Spiel steht sollte schon jemand eingreifen können, bzw. das Sagen haben!
Vielleicht könnte, da Berkeley ja kein Interesse daran hat, eine Art “Projekterat”, eine Konferenz der Projektleiter, sowas wie freiwillige Regeln für BOINC Projekte aufstellen und die Projekte die sich daran halten besonders kennzeichnen.
Dort könnten Themen wie der Umgang mit dem Fall “Wate”, Zensur in Projektfora und ein einheitliches und faires Creditsystem besprochen werden.
Für uns kleine User gibt es nicht viel zu tun um auf die Verantwortlichen einzuwirken…
Es ist gut wenn möglichst viele bei möglichst vielen Gelegenheiten ihre Meinung dazu kundtun!
Ich für meinen Teil werde Predictor@Home nicht mehr rechnen und das Projekt Neu-Usern auch nicht mehr empfehlen bzw. ihnen davon abraten.
Auch habe ich mein Benutzerprofil als BOINC Volonteer Helper dahingehend geändert das ich Predictor nicht mehr supporte!
– Miko –
März 25th, 2007 at 12:18
Der Projektleiter hat ein Statement abgegeben…
Er hat recht wenn er sagt das er das “Hausrecht” hat und bestimmte Treads und User im Predictor Forum blocken kann.
Aber er sagt auch das er keinerlei Kontakt zu BOINC und zu anderen Projekten hat und so nichts von Wates Machenschaften gewusst haben will.
Das mag sein, ist aber seine Schuld. Wenn er dann anfängt das Projektforum zu zensieren und User zu sperren bloss weil sie ihn darauf aufmerksam machen finde ich das reichlich ignorant!
Er meint so gehandelt zu haben um kein Feuer zu entfachen und die Kontrolle zu behalten…
Das Gegenteil hat er erreicht.
Die Krönung ist das er aufgebrachte User als krank und als Mob bezeichnet und alle auffordert in anderen Projekten zu rechnen, schliesslich hat er ja genug User…!!!
Das kann er gern haben, ich habe um die Löschung meines Predictor Accounts gebeten.
Hoffentlich machen das alle Betroffenen auch!
– Miko –
März 26th, 2007 at 10:08
Ich bin einer von den ausgesperrten und dermaßen beschimpften. - Nur weil ich eine diskussion wieder eröffnen wollte, welche der admin 2unter den Tisch kehren wollte”. Ich habe niemanden beschimpft noch sonst gegen die allgemeinen Regeln verstoßen.
Für mich ist das Projekt gestorben bis dafür eine Entschuldigung kommt und jeder sollte sich überlegen, ob er an einem Projekt teilnehmen will, das so mit der Meinungsfreiheit umgeht.
Es gibt viele gute Projekte und auch etliche Admins die eine diametral andere Haltung haben! Wir sind nicht auf P@H angewiesen und ich hoffe, das diese nicht darunter leiden müssen, das da einer diktatorische Ansichten hat.
März 26th, 2007 at 11:58
Der Admin hat das Hausrecht und kann auch zensieren, wenn er es für nötig hält.
Aber in diesem Fall hat DLR es versäumt (oder nicht für nötig erachtet) auf dem Laufenden zu sein.
Er war so nicht über Wates Machenschaften informiert.
Das hätte er sofort nachholen müssen anstatt mit dem “Knüppel” auf die aufmerksamen Teilnehmer loszugehen die ihn nur auf den Sachverhalt aufmerksam machen wollten.
Wenn man es mit vielen Leuten zu tun hat ist es doch sonnenklar das die Sache eskaliert wenn man sich als Verantwortlicher so falsch verhält.
– Miko –
März 27th, 2007 at 12:52
Hallo,
Da unser Team und ich uns auf “Weltraumthemen” spezialisiert haben und somit nicht an P@h teilnehmen, möchte ich hauptsächlich zum Thema Projekte und “Berkeley” und zum Umgang mit Usern (und deren Konsequenzen daraus) etwas sagen.
Was ich nicht verstehen kann ist, was diese Diskussion um Wates mit Berkeley zu tun hat. Es ging ja nicht um das Berkeley-eigene Projekt SETI@home, sondern nur um BOINC (das auch aus Berkeley kommt). Warum sollte sich eine Uni darum kümmern müssen, wie andere Projekte mit ihren Usern umgehen, bzw. wann sie Credits löschen und wann nicht? Diese Dionge berühren in keinster Weise die Basis-Software BOINC. Berkely ist auch nicht die “Credit-Polizei” für alle Projekte.
Einen Projekte-Rat halten ich für Schwachsinn, denn jedes Projekt muss selbst eintscheiden können, wie es mit seinen Usern umgeht oder nicht. Da braucht es keinen Aufpasser. Und wem es beim einen Projekt nicht gefällt, der soll halt woanders hingehen.
Es ist doch ganz einfach: Jedes Projekt möchte User gewinnen um die jeweiligen Projektziele verwirklichen zu können. Wenn einigen Usern nicht gefällt, wie die Projektleitung mit Usern umgeht, bzw. mit Usern wie Wates umgeht, dann sollten sich diese User einfach nicht mehr an diesem Projekt beteiligen. Fertig.
Es ist vielleicht nicht nett, daß im Projektforum User zensiert werden, es ist aber auch nicht sitten- oder rechtswidrig. Umgekehrt Beschimpfungen von Seiten der Projektleitung kann man eigentlich ebenso nur mit Anbwendung vom Projekt beantworten und sich anderen Projekten zuwenden, fertig.
Man kann nun als engangierter User nun noch Aktionen starten, die andere User überzeugen, sich ebenso ihre Meinung zu bilden, aber haben tut man davon nichts. Letztendlich ist schlechte Publicity besser als gar keine und so wird dem Projekt im Endeffekt noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, als ohne solche Aktionen.
Also warum isch den Kopf zerbrechen? Weggehen und sich anderen Projekten zuwenden!
einen kühlen Kopf wünsche ich,
Grüße,
steff[SD]
März 27th, 2007 at 15:52
Deine Meinung hat was für sich!
Ich wollte es nicht so aussehen lassen das Berkeley alles beaufsichtigen, oder eine Creditpolizei ins Leben rufen soll.
Ich hatte an einen groben Rahmen gedacht. (wer auch immer den aufstellt)
Dieser Rahmen sollte sich auf Dinge beziehen die alle Projekte betreffen.
z.B. Wate. Der “Rahmen” sollte einfach vorgeben das Projekte solche Leute nicht einfach weitermachen lassen sollen. Wie sie dagegen vorgehen ist dann wieder Sache der Projekte.
Oder die Credits. Wenn jedes Projekt das grade viel Rechenpower braucht einfach die Creditrate hochsetzt, wird es mehr Teilnehmer bekommen.
Das beschehrt uns im Endeffekt eine Art ständiger Inflation…
Warum setzen die Projekte sich nicht einfach zusammen und erarbeiten eine gemeinsame Formel in der festgelegt ist wieviel Credits für welche Art Leistung gegeben werden?
Es gibt viele Dinge wo ich denke das ein “Rahmen” Sinn macht.
Die Masse der Teilnehmer entscheidet im Endeffekt über Erfolge oder Misserfolge, … aber was ist mit den Neuanfängern? Die müssten erst “Lehrgeld bezahlen” (vielleicht sogar im wahrsten Sinne des Wortes)!!!
Von wem können sie neutrale Infos erhalten?
Also hätte ein “Projekterat” oder eine “Konferenz” sicherlich auch viele Vorteile.
Aber das ist ja nur eine Idee, ein Vorschlag.
Es gibt zum Glück ständig neue Einfälle und Ideen um die BOINCerei zu verbessern. Selbst wenn sie grade nicht gebraucht und nicht umgesetzt werden, so wurden sie doch geäussert und sind vielleicht mal irgendwann aktuell.
Pro und Kontra Meinungen gibt es immer, also können wir nur Ideen sammeln und Vorschläge machen…
– Miko –