QMC: ORCA als Boinc-Applikation

Aus dem QMC Forum:
Hallo zusammen,
heute möchte ich mich als neues QMC-Teammitglied vorstellen. Mein Name ist Robert Hünerbein, ich promoviere wie Martin im Arbeitskreis von Prof. Grimme.
Aufgrund des extrem großen Erfolges von QMC@home hatten wir die Idee, das man möglicherweise auch andere quantenchemische Anwendungen als Quanten Monte Carlo verteilt rechnen könnte.
Die Methode, an der ich und die meisten anderen Arbeitskreismitglieder arbeiten ist die Dichtefunktionaltheorie (DFT) (http://de.wikipedia.org/wiki/Dichtefunktionaltheorie_%28Quantenphysik%29)
für deren Entwicklung Walter Kohn 1998 den Nobelpreis erhielt. Die methodische Verbesserung und auch Anwendung sind wichtige Aufgabenfelder der aktuellen theoretischen Forschung in der Chemie. Unser AK-Leiter Prof. Grimme hat viele vielzitierte Publikationen auf diesen Gebiet vorzuweisen:
http://www.uni-muenster.de/Chemie.oc/research/grimme/publications.html
Diese Methode erreicht zwar nicht die Genauigkeit, die wir mit QMC anstreben, dafür ist sie aber für unsere tägliche Arbeit als Quantenchemiker einsetzbar. Dies würden wir nun auch gerne mit Eurer Hilfe im großen Stil tun. Dafür haben wir Teile des Programmpakets ORCA von Prof. Neese aus Bonn für Boinc angepasst. ORCA ist eines der modernsten Quantenchemie-Pakete, die derzeit erhältlich sind und Prof. Neese hat uns freundlicherweise erlaubt es für unser Projekt zu nutzen. Wer mehr über das Programm erfahren will kann dies auf folgender Seite:
http://www.thch.uni-bonn.de/tc/orca/
ORCA als Boinc-Applikation haben wir soeben mit den ersten Testworkunits online gestellt. UNSERE USER NEHMEN SELBSTVERSTÄNDLICH NICHT AUTOMATISCH AN DEM BETA-TEST DER NEUEN APPLIKATION TEIL. Wer teilnehmen möchte, muss seine Teilnahme explizit in seinem Profil aktivieren. Dazu muss man folgende Schritte ausführen:
Startseite ->
Konto anzeigen & bearbeiten ->
QMC@HOME Einstellungen ->
Edit QMC@HOME preferences ->
Run test applications? YES
Die neue Applikation ist natürlich intern ausgiebig getestet. Sie hat etwas andere Hardwareanforderungen als amolqc: Der RAM und Festplattenbedarf wird langfristig wahrscheinlich höher sein, als der von amolqc. Außerdem sind die Binaries deutlich größer (20-30 MB), die Inputfiles allerdings kleiner. Wir sind relativ sicher, dass es keine größeren Probleme geben wird, aber da es sich um einen ersten Testlauf handelt, verhält sich ORCA unter Umständen instabiler als amolqc unter BOINC. Es gibt auch leider derzeit für die Beta-Applikation noch keinen grafischen Bildschirmschoner.
Es würde uns sehr freuen, wenn sich einige Leute finden würden, die uns auch für die neue Applikation Rechenzeit spenden würden.
Wir richten für alle Fragen, die mit ORCA zusammenhängen ein neues Unterforum ein. Außerdem könnt Ihr mich unter
rhuener at uni-muenster punkt de
erreichen.
Vielen Dank schonmal im vorraus.
Robert
Da ORCA 5.01 noch “Kinderkrankheiten” zu haben scheint, HIER der Info-Tread im QMC Forum.
– Miko –