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Hompage der Freiwilligen Feuerwehr Hägerau: www.ff-haegerau.at 

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Eine persönliche Datrstellung der Zusammenhänge aus meiner Sicht

Über das Feuerwehrwesen in unserer Gemeinde

von Michael Kopsieker
 

Steeg ist die hinterste Gemeinde im hier sehr engen Lechtal. Sie besteht aus den fast gleich grossen Dörfern Hägerau und Steeg sowie aus ein paar etwas abseits gelegenen, kleineren Weilern.
Meinem Eindruck nach wird Hägerau von der Gemeinde etwas "stiefmütterlich" behandelt. Das ist zwar nur ein Eindruck, aber man bemerkt schon bei einer Fahrt durch beide Dörfer einen gewissen Unterschied...

Die 1 Km lange Strasse zwischen Hägerau und Steeg führt durch einen Lawinenstrich. Sie wird desshalb jeden Winter, mehrfach tagelang, wegen Lawinengefahr gesperrt und nicht vom Neuschnee geräumt.
Ein Lawinenschutz für die Strasse ist zwar immer mal wieder im Gespräch, er wurde bisher aber nie ernsthaft "in Angriff genommen"!
Die Gemeinde baut lieber, vielleicht weil die Zuschüsse (EU, Hochwasserhilfen, Sportförderung etc.) grade locker sitzen, für zig Millionen ein neues Hallenbad, ein neue Schule (dort integriert), einen neuen Bauhof mit integrierter Fernheizanlage (...nicht für alle Einwohner, nur für die Gemeindegebäude in Steeg und das neue Hallenbad), eine neue Lechbrücke und einen neuen Feuerwehrstandort!

Weil die beiden Dörfer im Winter öfters tagelang abgeschnitten sind gibt es in Hägerau und Steeg, schon seit es bei uns Feuerwehren gibt, je eine eigene Freiwillige Feuerwehr.
Natürlich kann eine grosse Feuerwehr mehr leisten und sich anders ausrüsten als zwei kleinere. Aus diesem Grund wurde kam dem Kommandant der FF Hägerau, OBI Markus P., die Idee einer Feuerwehrfusion. Diese Idee wurde sofort vom Gemeinderat aufgegriffen und per Beschluss "verordnet". Leider geschah dies ohne vorherige Absprachen der wichtigsten Gegebenheiten mit den Beteiligten.

Natürlich macht eine Fusion nur Sinn wenn die Umstände stimmen und wenn nirgends die durch die Feuerwehr gewährleistete Sicherheit, auch nicht zeitweise, eingebüsst wird! Sie muss also gut vorbereitet und geplant sein!
Während dieser Vorbereitungs- und Planungsphase gab es plötzlich Gerüchte und Streitereien zwischen beiden Feuerwehren und der Gemeinde. Wer dafür verantwortlich war konnte niemals abschliessend geklährt werden. Die Verantwortlichen der FF Steeg sind im Zuge dieser Streitereien schon vor Monaten zurückgetreten.
Man beschloss einen Punkt zu setzen und die Vorbereitungen und Planungen für eine gemeinsame Wehr fortzusetzen. Dies erwies sich wegen der Standortfrage der gemeinsamen Wehr als unmöglich.
Inzwischen sind, wegen der in dieser Sache unüberbrückbaren Differenzen zwischen der FF Hägerau und allen anderen Beteiligten (Die berechtigten hägerauer Argumente wurden von niemand zur Kenntnis genommen und nicht beachtet!), auch der gewählte Ausschuss und der Kommandant der FF Hägerau zurückgetreten.
Hier schliesst sich der Kreis und wir sind wieder beim Neubau des Hallenbades in Steeg, bzw. bei dessen Fernheizanlage und dem neuen Bauhof.
Bei allen Versuchen die Wehren zu vereinigen standen immer nur zwei Faktoren fest:
1. Es gibt künftig nur noch eine gemeinsame Feuerwehr
2. Der neue von der Gemeinde bestimmte Standort steht fest.
Wie bereits gesagt, die Gemeinde hat nicht mit den Beteiligten darüber gesprochen sondern einfach einen Standort bestimmt der nicht in Frage kommen kann.
Am neuen (bereits im Bau befindlichen) Bauhof gibt es eine Garagenbox für das Gemeindefahrzeug, eine "Waschbox" und eine zusätzliche Box für das Einsatzfahrzeug der FF Steeg. Da die Feuerwehren ja jetzt unbedingt sofort fusionieren sollen und gemeinsam den neuen, als Provisorium für die nächsten 15 bis 20 Jahre bezeichneten, Standort beziehen sollen, soll das TLF 1500 der FF Hägerau ständig in der Waschbox untergebracht werden. Ein zusätzlicher Mannschafts- oder Funkraum ist meines Wissens nach gestrichen worden und wird fehlen.

Die FF Hägerau lehnt einen dauerprovisorischen gemeinsamen Standort am Bauhof ab weil:
 - er in einem der am frühesten von Hochwässsern betroffenen Gebiete der Gemeinde Steeg liegt. Da wir bei uns alle paar Jahre ein grösseres Hochwasser haben, müsste die Feuerwehr bei Hochwassereinsätzen sich zuerst selber helfen bevor an Schutz/Hilfe für die Bürger gedacht werden kann.
 - er auf der anderen Lechseite liegt und nur über eine Brücke erreicht werden kann.
 - er am Ende einer einspurigen, (und von Familien mit Kindern bewohnten) engen Sackgasse liegt. So ist die Feuerwehr bei jeder Gegebenheit die die Strasse blockiert NICHT EINSATZBEREIT (LKW Panne, Baustelle, vom Traktoranhänger verlohrene Baumstämme usw.)
 - im Falle eines Einsatzes während der Strassensperrung wegen Lawinengefahr erst ein Schneepflugfahrer (und ein Schneepflug) gesucht werden muss der sich freiwillig in Lebensgefahr begibt um die Strasse zu räumen. Zudem müssen die hägerauer Feuerwehrleute die Strasse ein mal zum Standort, und wenn der Einsatz in Häherau ist ein zweites mal wieder zurück zum Einsatzort, benutzen. Das heisst das sich alle Feuerwehrleute unnötigerweise in Lebensgefahr begeben müssen wenn sie anderen helfen wollen, viele sogar zwei oder gar drei mal!
 - es die hägerauer Feuerwehrleute einfach zu viel Zeit kostet im Falle einer Strassensperrung wegen Lawinengefahr erst auf das Freiräumen der Strasse warten zu müssen um zum Feuerwehrstandort zu gelangen. Das Feuerwehrleute Langlauf Ski brauchen um zur Feuerwehr zu gelangen (...das wäre die Alternative, über die Loipe - Fussgängerbrücke - zum Bauhof/Feuerwehr) würde einen technischen Rückschritt von ein paar Jahrzehnten und somit einen riesen grossen Zeitverlusst bedeuten!

Das ein neuer, vernünftiger/sinnvoller und sicherer fester Standort zur Zeit aus Kostengründen nicht gebaut werden kann versteht jeder. Nicht aber das die Gemeinde auf dem ungünstigsten, unsichersten und für viele Feuerwehrleute sogar zeitweise nur unter Lebensgefahr zu erreichenden provisorischen Standort unbedingt besteht!

Auch das Verhalten einiger Politiker und höherer Feuerwehrfunktionäre (BH Dr. D. Schennach, BFI R. Kramer und andere) in dieser Frage kann ich nicht verstehen!
Es sieht für mich so aus als ob von den Oberen unnötige Lebensgefahr für bestimmte Feuerwehrmänner und der zeitweise Verlusst des Feuerwehrschutzes für ein ganzes Dorf als kleines Übel für das Millionenprojekt Hallenbad Steeg billigend in Kauf genommen wird!
Ich persönlich habe den Bezirksfeuerwehrinspektor Roland Kramer, vor vielen Zeugen während einer Vollversammlung in der Feuerwehrhalle der FF Hägerau, danach gefragt wie die Feuerwehr zum Einsatz kommen und wie sie helfen soll wenn ein schneller Brandeinsatz während einer Lawinensperrung oder nach Lawinenabgängen erforderlich ist.
Zu beschreiben was ich von seiner Antwort: "Warten wir es ab, und wenn es wirklich mal passiert, dann sehen wir schon was wir tun" halte erspare ich mir hier, es mag sich jeder selber seine Gedanken dazu machen.

Meines Wissens nach hat die FF Hägerau nach dem Rücktritt des Kommandanten und des gewählten Ausschusses drei Monate Zeit ein neues Kommando/Ausschuss zusammen zu stellen. Für die nötige Organisation hat sich jemand bereit erklährt.
Und sofort fällt die Gemeinde der Wehr wieder in den Rücken und beruft einfach, nach noch nicht mal der Hälfte der Zeit für Mittwoch den 15. November 2006, (19:30Uhr, Gasthof Stern/Steeg) eine Ausserordentliche Feuerwehr-Hauptversammlung ein.
Es wurden ohne jegliche Vorgespräche die Kameraden beider Wehren eingeladen und zu Wahlvorschlägen bis Versammlungsbeginn aufgerufen.
Die Tagesordnung ist so gestaltet das erst Bürgermeister, Bezirkshauptmann, BFI und BFK berichten können. Dann soll ein Ausschuss gewählt werden. Erst da nach ist mit "Allfälliges" evtl. eine Gelegenheit zur Aussprache gegeben.
Es wird nicht mal informiert ob damit die Gründung der von Vize Bürgermeister Roman Blaas während der letzten Gemeinderatsversammlung geforderten zusätzlichen dritten Feuerwehr vollzogen werden soll...(In der selben Sitzung wurde darüber gesprochen welche steeger Feuerwehrleute die besten Posten in der neuen "gemeinsamen" Wehr übernehmen.)
Ich finde es absolut unmöglich das den zu wählenden Kandidaten vor der Wahl des Feuerwehrausschusses keine Möglichkeit gegeben werden soll allen Wählern ihre Meinungen/Ansichten/Pläne für ihre Amtszeit mitzuteilen! Persönlich kenne ich keinen der Kandidaten, womit ich von den Hägerauern wahrscheinlich nicht der einzige bin der ohne jegliche Information, also rein "nach Aussehen" wählen soll!
Zum Enthalten ist die Sache aber einfach zu wichtig. Da die Kandidaten aber erst unmittelbar zu Versammlungsbeginn feststehen gibt es für alle keine Möglichkeit festzustellen wer wie wozu steht.

Grade die Standortfrage ist wichtig! Mich interessieren auch die Punkte der Gleichberechtigung und was die Kandidaten der Kameradschaft für einen Stellenwert einräumen und ob oder wie sie eine Kameradschaft pflegen bzw. erst entstehen lassen wollen. Ein anderer wichtiger Punkt ist wie sie zur Ausbildung und zu Übungen/Proben stehen. Womit ich nur ein paar von vielen wichtigen Punkten / Themen genannt habe.
Also wird die Versammlung wenn es eine gute Wehr werden soll wohl bis in die frühen Donnerstagmorgenstunden dauern... Ich vermute aber leider das, (...auch wegen des ungünstigen Termins mitten in der Woche) nur schnell gewählt werden soll und alles andere einfach vertagt wird.


...aktuelle Fortsetzung:

Ein Grossteil der Mitglieder der FF Hägerau hat die Versammlung gleich zu Beginn wieder verlassen da man mit den erläuteten Vorgehensweisen der "Fusion" eine rechtmässige neue Wehr nicht gründen kann...
Anschliessend wurde die Beschlussfähigkeit der Hägerauer Wehr nicht mehr geprüft, so kann man wohl mit Recht behaupten das die Abstimmung über einen gemeinsamen von der Gemeindeverwaltung vorgegebenen Ausschuss (Es wurde nicht über die Auflösung der bestehenden und die Gründung einer neuen Wehr abgestimmt) alles andere als Rechtsgültig war!

Da die "Oberen" unbedingt eine Fusion wollten gab es keine Alternativkandidaten, nichtmal die Enthaltungen und die "Nein-Stimmen" wurden gesondert ausgegezählt / erwähnt.
So war der öffizielle Teil der Versammlung dann auch schnell beendet, Sinn und Zweck der Veranstaltung war ja erfüllt und das Ziel erreicht!

Die Gemeindeverwaltung spendierte dann noch bis Mitternacht Freibier. Und so kam es das der inoffizielle Teil der Versammlung noch lange andauerte. Dort wurde u.A. besprochen wie man den Hägerauer Feuerwehrleuten, die das Rettungswesen in unserer Gemeinde sehr ernst nehmen und aus diesem Grund so sehr gegen eine vorschnelle Vereinigung der beiden gemeindewehren sind/waren, noch mal öffentlich beleidigen und "ins Kreuz treten kann".
Direkt am nächsten Morgen wurde von der Hägerauer Volksschule aus, wo grade auch der Steeger Lehrer unterrichtet, ein Eintrag im online Gästebuch der Hompage der FF Hägerau gemacht in dem die Hägerauer Kameraden als "Geschwür" beleidigt werden!
Es kam wie es kommen musste: alle, bis auf 4 Kameraden die mit "Posten" in die neue Wehr gebuhlt wurden oder der Steeger Wehr sowieso mehr zugetan sind als der FF Hägerau, holten ihre Privatsachen und hängten die Uniformen ins Gerätehaus. 2 Tage später bekam die Gemeindeverwaltung ein Schreiben in dem sie erklährten nicht der neuen Wehr angehören zu wollen.

Vielleicht hat das die Gemeindeverwaltung so sehr getroffen das sie sich veranlasst sah für die neue Wehr nicht den bei Fusionen üblichen Doppelnamen sondern "Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Steeg" zu bestimmen.
Das allein sagt jedem das es nicht um eine ehrliche Fusion der beiden Wehren ging, sondern das die FF Hägerau aufgelöst werden sollte und zu sehr auf Sicherheit bedachte und erfolgreiche, aber unbequeme Feurwehrleute aus dem Weg mussten...
Im Endeffekt hat durch die Aktivitäten des Gemeinderates, dem übrigens auch der neue Vizekommandant angehört, keine Fusion der beiden GEMEINDE Wehren stattgefunden, sondern die Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Steeg hat die Freiwillige (Gemeindefeuerwehr) Hägerau zwangsweise assimiliert! Bzw. sich deren Gerätschaften, Material, Fahrzeug und Gebäude "einverleibt"
Das ist so ne echt fiese Behauptung, aber die gewollt unglückliche Namensgebung ist ja nicht alles. Wenn der Gemeinderat und die Führung der neuen Wehr eine genau so fiese Beleidigung (Das "Geschwür") in mitten so einer heiklen Situation einfach geschehen lässen ohne etwas gegen die Urheber zu unternehmen obwohl diese überführt und jedem bekannt sind, ist das in meinen Augen mehr als eine Billigung! Ja es ist eine volle Einverständniserklährung!

Die neue Wehr verzichtet arrogant auf trotzdem angebotene Hilfe und Unterstützung der Hägerauer Kameraden. Und es scheint der Führungsstielder neuen Verantwortlichen zu sein vor der Assimilierung der Hägerauer Feuerwehr gemachte Zusagen und Versprechungen nicht einzuhalten! So wundert es auch nicht das an ein paar im Hauruckverfahren gemachten Übungen immer nur die selbe Handvoll Steeger Kameraden teilgenommen hat. Also bleibt alles beim alten, nur das, wie mehrfach gewarnt, die Gemeinde jetzt tatsächlich einen Grossteil ihrer Feuerwehrsicherheit verlohren hat!
Zu denken "das wird schon alles gut" oder gar "wir haben ja auch gute Nachbarwehren im Tal" mag im Moment helfen, aber nur bis der nächste, hoffentlich lange nicht eintretende, Grossbrand oder gar Katastrophenfall in unserer Gemeinde eintritt!!!

Zum Glück hat ja die neue Wehr ja auch die ganzen Pokale und Preise die die FF Hägerau bei vielen Feuerwehrwettkämpfen verliehen bekam bekommen.
Das sieht gut aus, aber es wird sehr lange dauern bis wieder welche dazukommen!


... to be continued

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